Rezension: Jäger, Hirten, Kritiker – Eine Utopie für die digitale Gesellschaft

Das Buch lag zur Besprechung vor:
Jäger, Hirten, Kritiker
Eine Utopie für die digitale Gesellschaft
Autor: Richard David Precht
Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten
ISBN: 978-3-442-31501-7
Verlag: Goldmann
Erscheinungstermin: 23. April 2018

Richard David Precht gestaltet sein Buch “Jäger, Hirten, Kritiker” als romanartige Erzählung von Mensch und Technik. Er beleuchtet dabei Vergangenheit, Gegenwart und eine mögliche Zukunft und stellt dem Leser diverse Fragen um zum Nachdenken anzuregen welche Zukunft wünschenswert wäre.

Was bedeutet Effizienz und Optimum? Was für ein Selbstverständnis streben Menschen in einer digitalen Welt an? Welche Berufe wird es noch geben? Braucht die Gesellschaft ein allgemeines Grundeinkommen wenn durch Automation und Digitalisierung weniger Fachkräfte benötigt werden? Was ist in Zukunft Arbeit? Was für Bildung brauchen Menschen künftig? Wie werden Mobilität, Medizin oder Städte in 20 Jahren aussehen um lebenswert sein zu können?

Hintergrund dieser Fragen bilden Ausführungen wie warum digitale Plattformen wie Google, Ebay oder Youtube keine neue Produktivität oder kulturelle Vielfalt erzeugen sondern nur mit weniger Mitarbeitern und wenig Steuerlast Gewinne bündeln. Es fehlt laut Precht an neuen Ideen und Konzepten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft wie wir mit der Marktmacht und dem Kapital der “internationalen Datenkraken” (z.B. Google, Amazon, Facebook, Mircosoft, Samsung) umgehen wollen, um eine gesellschaftliche Vision zu entwickeln die nicht nur auf Gewinnmaximierung und dem maximal technisch Machbaren basiert.

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