Industrie 4.0 wir kommen! – Maschinenbauer FMB im fränkischen Faulbach

Das fränkische Maschinenbauunternehmen FMB nutzt sein ERP-System konsequent, um Betriebsabläufe zu vereinfachen – und unternimmt damit wegweisende Schritte.

Wenn die Treppenstufen beim Maschinenbauer FMB im fränkischen Faulbach sprechen könnten, würden sie sich bei der hauseigenen IT und deren ERP bedanken. Denn bislang war die Endmontage der Maschinen nicht nur mit Know-how und Präzision, sondern vor allem mit viel Treppensteigen verbunden.
Um die Steuerungssoftware aufzuspielen, musste ein Mitarbeiter aus der Montagehalle ins Büro im ersten Stock laufen, einen USB-Stick mit den maschinenspezifischen Daten holen, die Daten an der Maschine einspeisen und den Stick anschließend wieder ins Büro zurückbringen, damit keine Verwechslungen entstehen können…

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13 High-Tech breakthroughs from Eindhoven that will reshape the world as we know it – e.g. hire a Robot

Hire a robot to do the job: world’s first robot employment agency
For only 3,000 euros a month, you can hire a robot from world’s first robot employment company SmartRobotics! It enables companies to test the robot before they buy it. The robots and their software are flexible, so they can be used for different jobs. Their size (they’re small), weight (only 30 kilos) and force sensors also make them very safe to work with. SmartRobotics also started a special academy, training 30.000 people to work with robots. At least they’ll never steal your lunch.

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Industrie 4.0 für KMU mit Fallbeispielen (Studie)

Die Studie „Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 – Potenziale für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des verarbeitenden Gewerbes“ untersucht die Umsetzung von Maßnahmen der Digitalisierung im Hinblick auf Ressourceneffizienz. Im Mittelpunkt stehen KMU des verarbeitenden Gewerbes. Ziel der Studie ist es, den aktuellen Entwicklungsstand der digitalen Transformation herauszuarbeiten und die Zusammenhänge zwischen Digitalisierung und Ressourceneffizienz zu untersuchen. Vor dem Hintergrund der Studienergebnisse erhalten KMU, Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen.

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Cluster Mechatronik & Automation: Bayern auf der Hannover Messe

Bayern auf der Hannover Messe
Messetalk „Predictive Maintainance im IoT-Umfeld – Technologien und Lösungen“ mit Teilnehmerrekord

Bereits zum neunten Mal fand auf der diesjährigen Hannover Messe der vom Cluster Mechatronik & Automation gemeinsam mit dem Automation Valley Nordbayern organisierte Messetalk statt. Mehr als 70 Interessierte nahmen an der Veranstaltung zum Thema „Predictive Maintenance im IoT-Umfeld“ auf dem Messestand der Baumüller-Gruppe teil.

Dr. Ronald Künneth von der IHK Nürnberg für Mittelfranken und Rüdiger Busch vom Cluster Mechatronik & Automation leiteten in die Netzwerkveranstaltung ein, bevor Markus Knobel, Partner der UNITY AG, über Vorgehensweisen, Erfolgsfaktoren und Lessons Learned aus Projekten zur Einführung von Predictive Maintenance referierte: „Predictive Maintenance ist ein entscheidender Baustein zur besseren Abstimmung und Steuerung von Instandhaltung und Produktion. Dabei kommen wir von der Reactive Maintenance über die Preventive Maintenance und die Condition based Maintenance letztendlich zur Predictive Maintenance. Unter Einbeziehung von Umweltdaten und Sensordaten der Anlage wird hierbei nach Mustern – so genannten Pattern – für die reale Nutzung von Anlagen gesucht, um Korrelationen für Optimierungen ableiten zu können.“

Ganz konkret wurde auch Norbert Scholz von der Baumüller Anlagen-Systemtechnik GmbH in seinem Vortrag „Anforderungen an Industrie 4.0-Lösungen und Umsetzung am Beispiel des Systems BAUDIS IoT“, in dem er mit BAUDIS ein System präsentierte, bei dem Hersteller ein flexibles System zur intelligenten und rentablen Wartung und Optimierung ihrer Anlagen nutzen können: „Die Vorteile von BAUDIS sind eine verbesserte Maschinenverfügbarkeit und Lebenszeit, reduzierte Wartungskosten, schnelle Unterstützung im Falle einer Störung über Safe Remote Services, proaktive Wartungsplanung, erhöhte Flexibilität des weltweiten Servicepersonals, ein komplettes System der Hardware (Aktoren, Sensoren) und Software (Remote Diagnosen, Datenanalysen) sowie optional ein individuelles Servicekonzept aus einer Hand“.

Dass BAUDIS tatsächlich den versprochenen Mehrwert bringt, davon berichtete Dr. Eric Ringhut, Geschäftsführer DAHMEN Textilmaschinen GmbH.

Martin Hankel, Bosch Rexroth AG und Mitglied im ZVEI Führungskreis Industrie 4.0 unterstützte die Aussagen von Norbert Scholz in der Forderung nach Standardisierung als Basis für Predictive Maintenance: „Herstellerübergreifende Lösung für Maschinen und ganze Produktionslinien sind notwendig, ebenso standardisierte Daten (Sprache) für neue Geschäftsmodelle und standardisierte Funktionen für Condition Monitoring nach der VDMA/IEC.“

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Bericht des Hightech-Forums zu autonomen Systeme veröffentlicht

Autonome Systeme sind in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen und immer komplexere Aufgaben zu meistern. Künstliche Intelligenz und die Fähigkeit zum Lernen machen sie eigenständig. Autonome Systeme sind damit eine Kerntechnologie der vernetzten Wirtschaft.

Über 60 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben innerhalb des Fachforums Autonome Systeme umsetzungsorientierte Empfehlungen erarbeitet – diese wurden Mitte März 2017 veröffentlicht….

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Bund: Wirtschaftsministerium stellt Weißbuch Digitale Plattformen

Damit wird ein umfassendes Regelungsgerüst für eine digitale Ordnungspolitik vorgelegt. Denn ein digitaler Binnenmarkt mit seinen 500 Mio. Europäern bedarf eines einheitlichen europäischen Rechtsrahmens.

Das Weißbuch ist Ergebnis eines langfristigen, umfassenden Konsultationsprozesses mit Bürgern, Experten und Vertretern der Wirtschaft und Gewerkschaften, der vor über einem Jahr eingeleitet wurde. Fast 65 000 Besuche auf dem Online-Beteiligungsportal de.digital, 263 Beiträge sowie 10 464 Bewertungen und 70 ausführliche Stellungnahmen wurden einbezogen….

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Smart Collaboration bei der Heidelberger Druckmaschinen AG

Die ums Digitale erweiterte Zusammenarbeit mit Kunden und Geschäftspartnern hat sich für die weltweit bekannte „Heideldruck“ als Produktivitätsgewinn erwiesen. Vertriebsleiter Michael Neugart erklärt diese digitale Kollaborationsform.

Welche Rolle spielt Industrie 4.0 und Digitalisierung beim Heidelberger Unternehmen – und wie Smart Collaboration konkret bei der Ausrichtung auf den Kunden hilft.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist in einem traditionellen Markt aktiv, der durch viele klein- und mittelständische Unternehmen geprägt ist. Das Thema Industrie 4.0 spielt auch dort eine wichtige Rolle. Denn Industrie 4.0 bzw. die Digitalisierung der Printmedien-Industrie hat nichts mit der Unternehmensgröße zu tun, sondern betrifft alle Betriebe gleichermaßen. Wenn eine Druckerei wettbewerbsfähig bleiben will, muss sie sich mit dem Thema befassen….

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Die Cloud als Kern des digitalen Umbruchs

Die Cloud verändert die deutsche Wirtschaft. Sie bildet die Basis für disruptive Geschäftsmodelle, neue Arbeitsformen und Wertschöpfung. Das Münchner Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) analysiert die Herausforderung Cloud und Crowd.

Prof. Dr. Andreas Boes, Verbundkoordinator und Vorstandsmitglied des ISF ist sich sicher, dass die Cloud den Kern des bevorstehenden digitalen Umbruchs in Wirtchaft und Arbeit bildet. Die Cloud ist weit mehr als ein technisches Hosting- oder Service-Modell. Vielmehr ist sie die Basis der digitalen Transformation denn sie steht für einen „offenen Raum“, in dem alles mit allem vernetzt und in Beziehung gebracht werden kann. Die digitale Wolke durchdringt immer mehr Facetten menschlichen Miteinanders und wird zur neuen gesellschaftlichen Handlungsebene. Zugespitzt gilt: Die Welt findet zunehmend in der Cloud statt und wird über diese gestaltet….

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Embedded World: Mittelfränkische Spitzentechnologie

Gut zwei Dutzend Unternehmen aus Mittelfranken waren auf der Fachmesse für Eingebetete Elektroniksysteme vertreten.Die Nürnberger Fachmesse Embedded World hat sich international als der wichtigste Branchentreff etabliert. Das unterstrichen im März die rund 30 000 Fachbesucher, die sich bei über 1 000 Ausstellern aus 40 Ländern informierten. Bei den sogenannten eingebetteten elektronischen Systemen (Englisch: embedded systems) geht es um spezialisierte Rechner, die häufig als Mikrocomputer kostengünstig und energieeffizient nur ganz bestimmte Funktionen erfüllen. Dazu zählen beispielsweise steuer-, regel- und informationsverarbeitende Aufgaben in Pkw, Haushaltsgeräten oder Telefonen sowie Maschinen und Anlagen in der Industrie.

Einen ersten Eindruck, welche Produkte oder Funktionen zunehmend von Embedded Systems gesteuert werden, bekamen Fachbesucher am Messestand des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS (www.iis.fraunhofer.de), von dem sich der Nürnberger Standort für Lokalisierung und Vernetzung präsentierte. Dort fanden sich beispielsweise Anwendungen für die künftige Smart City oder das Smart Building, also die intelligent vernetzten Städte oder Gebäude. Die intelligenten Mülltonnen können etwa mit der Sensornetz-Technologie S-Net von IIS und einer Ultraschallsensorik den Füllstand von Mülleimern individuell messen und drahtlos an eine Zentrale melden, um überquellende Papierkörbe, aber auch überflüssige Entleerungsfahrten zu vermeiden. Nach ähnlichem Prinzip kann in großen Büro- und Verwaltungsgebäuden die sogenannte „Washroom Control Unit“ etwa den Füllstand von Seifen-, Handtuch- oder Toilettenpapierspendern vollautomatisch überwachen und dem Reinigungspersonal melden. Die drahtlose Sensortechnologie S-Net findet sich aber auch in smarten Behältern für die digitalisierte Logistik.

Für Prof. Dr.-Ing. Matthias Sturm, Vorsitzender des Fachbeirates der Embedded World, geht es aber nicht nur um Leuchtturmprodukte. Er fordert Wirtschaft und Politik vielmehr dazu auf, sich mit den Veränderungen der Digitalisierung zu beschäftigen: „Wir stehen vor dramatischen Umbrüchen.“ Dazu zählt er einerseits ein derzeit entstehendes, weltweites Netz aus Milliarden Sensoren und Aktoren, die künftig „alles, wirklich alles messbar“ machen. Andererseits wird sich das Konsumentenverhalten weiter verändern, „weg vom Dinge besitzen, hin zur Verfügbarkeit“. Er illustriert das am Beispiel der Musik- und Filmbranche, in der zunehmend Streamingdienste die CD und die DVD verdrängen.

Auf dem weiteren Weg Richtung Internet der Dinge und Industrie 4.0 bilden Embedded Systems das Rückgrat. Die Wirtschaftregion Nürnberg ist in diesem Bereich gut aufgestellt: Nürnberg zählt zu den Top 10 der deutschen Standorte für Embedded Software und belegt eine Spitzenposition in Bayern. Die Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Embedded-Sektors verfügen über ausgeprägte Fähigkeiten, Lösungen aus leistungsfähigen Bauteilen und zuverlässiger Software zu entwickeln. „Nürnberg ist damit Lösungsanbieter für die digitale Transformation und Industrie 4.0“, konstatiert Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas. Angesichts dieser Entwicklungen spielen Redundanz und Hochverfügbarkeit eine große Rolle. So zeigte etwa die Heitec AG (www.heitec.de) aus Erlangen ihre neuesten Systemlösungen unter dem Motto „Von der Idee zum Produkt“. Horst Dietz erklärte am Messestand, dass das Unternehmen der Telekommunikation „mehr Leistung, höheren Datendurchsatz, hohe Verfügbarkeit und Kostenreduktion“ beschert. Für den Bereich Energieversorgung gibt es ein computergesteuertes Umrichter- und Verbindungssystem z. B. für die Umwandlung von Offshore-Wechselspannung in Gleichstrom. Auch für Branchen wie Medizintechnik oder Luft- und Raumfahrt erstellt das gerade mit dem Stammsitz innerhalb von Erlangen umgezogene Unternehmen „individuelle Lösungen vom ersten Lastenheft bis zum After-Sales-Service“. Heitec beschäftigt am Stammsitz gut 200 der weltweit etwa 1 100 Mitarbeiter.

Auch die Nürnberger Men Mikro Elektronik GmbH (www.men.de) mit ihren gut 300 Mitarbeitern ist auf der Embedded World ein Dauergast als Aussteller. Deren Lösungen, etwa Computerboards oder Systeme, die dann in Endgeräte eingehen, werden in rauen Umgebungen sowie im geschäftskritischen und sicherheitskritischen Umfeld eingesetzt. Angela Haubner von Men illustriert das am Beispiel der Industrie-Automation einer Bohrplattform: Die Bohrmechanik wird zentral gesteuert, alle Daten werden zur laufenden Überwachung erfasst und an Land gesendet. Eine weitere Men-Nische für „safety critical“ sind schüttelfeste Lösungen für den Bahnverkehr, die teils eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren haben müssen. Als Anbieter von Komplettlösungen werden etwa notwendige Hardware, Software und Komponenten für die spätere Prüfung vorzertifiziert. Für das Bahngeschäft in China wurde 2016 ein Standort vor Ort eröffnet, eine weitere Niederlassung für dieses Geschäftsfeld besteht in den USA. Die Messepräsenz diente aber nicht nur der Kundenpflege und Neukontakten, Men hält auch kontinuierlich die Augen nach neuen Mitarbeitern offen und bietet zudem laufend Bachelor-Arbeiten an.

Die Solectrix GmbH (www.solectrix.de), die ihren Sitz Auf AEG in Nürnberg hat, entwickelt Systeme und Module bestehend aus den Komponenten Elektronik, Software und Mechanik für die Märkte Broadcast, Medizin, Industrie und Automotive. Geschäftsführer Jürgen Steinert freut sich unter anderem über den „ungebrochenen Trend zu Assistenzsystemen“ in Fahrzeugen. Hier reicht das Spektrum der Firma von digitalen Rückspiegeln zu Fahrerassistenzsystemen mit Features wie Fußgänger-Erkennung. In diesem Bereich liefert Solectrix auch das Testequipment, um die Funktionsfähigkeit – „egal ob nachts oder bei Regen“ – zu überprüfen oder Anomalien zu erkennen. Gleiches gilt für die mögliche Fehlerquelle Software-Update.
Aus Bubenreuth steuert die Infoteam Software AG (www.infoteam.de) ihre rund 200 Mitarbeiter, die für Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie China kundenindividuelle Software-Lösungen und -systeme für die Bereiche Industrie, Life Science und Medizintechnik bieten. Am Messestand herrschte Freude über „gut vorbereitete Fachbesucher, die gezielt kommen“. Ein Schwerpunkt war der Bereich „Security und Safety“, also die Abwehr von Cyberkriminellen und die Sicherheit im laufenden Betrieb. Die wachsenden Anforderungen an Security und Safety hätten viele Unternehmen noch gar nicht auf dem Schirm, war am Stand zu vernehmen. Und wenn doch, fehle es an einer entsprechenden Strategie. Die AG in Mitarbeiterhand kann diesen Anforderungen gerecht werden, etwa mit Lösungen für Industrieautomation, Steuerungs- und Antriebstechnik, Bahn- und Medizintechnik.

Die Erlanger Afra GmbH – Gesellschaft für anwenderfreundliche Automatisierung (www.afra.de) registrierte ein großes Interesse der nationalen und internationalen Besucher an modellbasierten Tests (MBT) für die Welt der eingebetteten Systeme. Die 20 Afra-Mitarbeiter bieten ein breites Spektrum von der Analyse und Beratung über passende Trainings und Workshops bis hin zum Projektmanagement und der eigentlichen Durchführung von Entwicklung und Test an.

Die Nürnberger Eesy-ic GmbH (www.eesy-ic.com) will demnächst ihre knapp 50 Mitarbeiter am Standort in Erlangen konzentrieren. Auf der Messe war es das einzige von 14 Unternehmen aus Mittelfranken, das auf dem Gemeinschaftsstand „Junge Innovative Unternehmen Embedded World“ Flagge zeigte. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert damit Unternehmen, die nicht älter als zehn Jahre alt sind. Den bürokratischen Aufwand für eine Beteiligung bezeichnet Daniela Rother als überschaubar, auch weil sie bereits zum zweiten Mal auf dem Gemeinschaftsstand dabei war. Die Mannschaft von Eesy-ic entwickelt anwendungsspezifische, integrierte Schaltungen (Asic) sowie integrierte Schaltkreise (IC) etwa für Elektromotoren und Steuerungen.

Zum ersten Mal auf der Fachmesse als Aussteller dabei war die Fürther Mikrolab Entwicklungsgesellschaft für Elektroniksysteme mbH (www.mikrolab.com). Die rund 20 Ingenieure entwickeln für Kunden vor allem Firm- und Hardware für Embedded-Systeme. Weitere 50 Mitarbeiter sind in der Montage und Fertigung beschäftigt. Die individuellen Lösungen werden in Motorsteuerungen, maritimen Anwendungen oder in der Energiemesstechnik eingesetzt. Roman Ußkurat von Mikrolab war mit dem Messeverlauf zufrieden und hatte einen „guten Eindruck“ der Besucherfrequenz.
Die Herzogenauracher Profichip GmbH (www.profichip.com) mit knapp 30 Entwicklern hat vor fast 20 Jahren die Asic-Entwicklung für die Vipa – Gesellschaft für Visualisierung und Prozessautomatisierung mbH (www.vipa.com) übernommen. Vipa – Spezialist für Steuerungen und Antriebe – stammt ebenfalls aus Herzogenaurach und ist Teil des japanischen Yaskawa-Konzerns. Auf der Messe wurden beispielsweise Halbleiterchips für die industrielle Kommunikation vorgestellt, die in industrieller Automatisierung, Industrie-PCs und Industrie 4.0 zum Einsatz kommen. An der Embedded World schätzt Profichip einerseits den fachlichen Austausch mit anderen Entwicklern, andererseits sollen neue Kontakte auch in das nicht-europäische Ausland geknüpft werden.

Das vierköpfige Team der Nürnberger Easycode GmbH (www.easycode.de), eine Tochter der BKR Softwareberatung und –entwicklung, ist seit Beginn der Embedded World fast immer als Aussteller dabei. Die Software Easycode ist ein Tool für diagrammorientierte Software-Entwicklung und bietet z. B. eine übersichtliche und komfortable Alternative zu rein textuellen Editoren und unterstützt fast 30 Programmiersprachen. Als erstes Fazit konstatiert Easycode einen Zuwachs der Neukontakte aus Deutschland und insbesondere aus dem Ausland.
Ein Spezialbereich auf der Fachmesse war die „Display-Area“, in der der Displayveredler Via Optronics GmbH (www.via-optronics.com) aus Schwarzenbruck seine Lösungen für Industrieanwender zeigte. Für diesen Bereich werden die robusten LCD-Displays mit einem Schutzglas oder einem Touchscreen verklebt. Für diese Displays erhielt Geschäftsführer Jürgen Eichner 2008 den Deutschen Gründerpreis. 15 Mitarbeiter arbeiten am Stammsitz, weitere 435 in der Produktion im chinesischen Suzhou oder im Vertrieb in USA, Europa und Asien. „Wir sehen uns gut positioniert“, heiß es am Stand sowohl mit Blick auf die Messehalle als auch auf die tageslichttauglichen und energieeffizienteren Displays.

Auch einige Distributoren aus der Wirtschaftsregion waren auf der Messe präsent. Etwa die Nürnberger Beck GmbH & Co. Elektronik Bauelemente KG (www.beck-elektronik.de), die sich unter anderem auf den Handel von Optoelektronik, LED-Lichttechnik, TFT-Displays und E-Paper-Displays (EPDs) spezialisiert hat. Die E-Paper-Displays reflektieren das Licht wie normales Papier und verbrauchen nur Strom, wenn der Bildinhalt sich verändert. Das Geschäft in den Bereichen Industrie und Medizintechnik bescherte Beck mit seinen 160 Mitarbeitern, 80 davon in Nürnberg, in den letzten Jahren ein Umsatzplus von über zehn Prozent jährlich.
Die Fürther Neumüller Elektronik GmbH (www.neumueller.com) hat sich zuletzt mit ihren 60 Mitarbeitern auf den Vertrieb insbesondere in den Hauptproduktlinien Lighting, Optoelektronik und Sensorik sowie Stromversorgung fokussiert. Die Nürnberger FRG Frischer Electronic GmbH (www.frischer-frg.com) ist in Deutschland Marktführer im Vertrieb von Schwingquarzen, Quarzoszillatoren und Quarzfiltern. Ein Hauptthema in diesem Jahr war ein spezieller Halbleiter der israelischen Firma Yamar zur Datenübertragung über Versorgungsleitungen. Und schließlich traf man auf die Zirndorfer Lucom GmbH (www.lucom.eu), eine Tochter der Schweizer Exceet Group. Sie vertreibt Baugruppen und fertige Produkte etwa VPN-Industrierouter, um Sensoren, Maschinen und komplette Anlagen sicher miteinander zu vernetzen.

Mit einem Plus bei Fläche, Ausstellern und Fachbesuchern zieht auch die NürnbergMesse eine positive Bilanz. „Mit diesen Ergebnissen zeigt die 15. Embedded World, dass sie definitiv die Nummer 1 der internationalen Embedded-Branche ist“, freute sich Richard Krowoza, Mitglied der Geschäftsleitung.Autor: tt.www.embedded-world.de

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