Großes Interesse an datengetriebenen neuen Geschäftsmodellen bei Schneider Electric in Marktheidenfeld

 

Bildunterschrift: v.l.: Andre Uhl, Schneider Electric Automation GmbH; Lars Meisenbach, BestSens AG, Dirk Thielker, Axoom Solutions GmbH; Frank Albert, IHK Würzburg-Schweinfurt/ZDI Mainfranken; Rüdiger Busch, Cluster Mechatronik und Automation, Dr. Rainer Beudert, Schneider Electric Automation GmbH

 

Das Thema Industrie 4.0 ist in aller Munde. Doch vielen Verantwortlichen in der Industrie ist bislang nicht klar, welchen Einfluss die damit verbundenen Geschäftsmodelle haben. Um Licht ins Dunkel zu bringen, organisierte die IHK Würzburg-Schweinfurt gemeinsam mit dem ZDI Mainfranken, dem Cluster Mechatronik und Automation, dem Automation Valley Nordbayern, der Nationalen Plattform Industrie 4.0 sowie mit der Schneider Electric Automation GmbH eine kostenfreie Informationsveranstaltung.

Rund 60 Teilnehmer informierten sich in drei Impulsvorträgen und bei einer Betriebsführung über neue Möglichkeiten datengetriebener Geschäftsmodelle in der Praxis. Wie wichtig dabei einheitliche Standards bei der Implementierung von Industrie 4.0 sind und wie mittelständische Unternehmen des Maschinenbaus von dem Internet der Dinge profitieren können, beleuchtete Dr. Rainer Beudert aus Sicht der Schneider Electric Automation GmbH. Wie Beudert darlegte, engagiert sich Schneider Electric im Rahmen der Nationalen Plattform Industrie 4.0 in verschiedenen Arbeitsgruppen für die Erarbeitung einheitlicher Normungen und Standardisierungen. Setzt sich die europäische Industrie nicht selbst einheitliche Standards, täten dies andere, beispielsweise China – soweit der Tenor der anwesenden Experten.

Dirk Thielker von der Axoom Solutions GmbH, einem Tochterunternehmen der TRUMPF GmbH & Co. KG aus Karlsruhe, beleuchtete Anwendungsbeispiele für neue Geschäftsmodelle in der vorausschauenden Fernwartung sowie der Prozessoptimierung für Laser-Maschinen für Anlagenersteller. Auch Thielker betonte mehrfach die Bedeutung einheitlicher Standards – allen voran des
OPC UA, einem industriellen Kommunikationsprotokoll für Maschinen.

Dass neue Technologien Raum für neue Unternehmen schaffen, zeigte Lars Meisenbach von der BestSens AG aus Coburg. Er gründete gemeinsam mit Kollegen 2011 aus der Hochschule Coburg heraus ein Start-up für High-Tech Sensoren zur Überwachung des Schmiermittel- und Lagerzustands in Wälz- und Gleitlagern. Durch kontinuierliche Datenerhebung und Auswertung lassen sich genaue Vorhersagen über baldige Ausfallzeiten von Maschinen oder Wartungszyklen treffen.

Mit dieser und ähnlichen Veranstaltungen wollen die IHK Würzburg-Schweinfurt und das ZDI Mainfranken auf die Chancen und Potenziale als auch die Herausforderungen für die mainfränkische Wirtschaft aufmerksam machen und Anregungen und Impulse geben.

Information: Frank Albert, IHK, Tel. 0931 4194-352, E-Mail: frank.albert@wuerzburg.ihk.de oder unter www.wuerzburg.ihk.de.

IHK insight:

Am 14. Juni 2018 findet zu diesem Thema ein interaktives Automation Valley Kooperationsforum “Industrie 4.0 – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit” bei der E-T-A GmbH in Altdorf statt. Weitere Information zu Programm und Anmeldung finden Sie unter: www.ihk-nuernberg.de/v/346