21. Automation Valley Kooperationsforum „Datengetriebene Geschäftsmodelle für KMU“ bei der E-T-A GmbH in Altdorf b. Nürnberg

Was bedeutet das viel diskutierte „Industrie 4.0“ für mittelständische Unternehmen? Wie können produzierende Firmen durch Soft- und Hardware-Lösungen noch erfolgreicher produzieren? Solche und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt des 21. Kooperationsforums des Automation Valley Nordbayern und der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Fast 100 IHK-Mitglieder und interessierte Fachleute aus ganz Nordbayern trafen sich bei E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH in Altdorf unter dem Motto „Datengetriebene Geschäftsmodelle durch Kooperation – Chancen für produzierende KMUs“. Ziel war es diese aktuellen Trends zu diskutieren und gleichzeitig Innovationen aus erster Hand zu erleben.

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Fast 100 Teilnehmer besuchten den IHK Kooperationsforum bei E-T-A in Altdorf, um sich über aktuelle Entwicklungen zum Thema Industrie 4.0 zu informieren. Foto: E-T-A

Nach Grußworten von Landrat Armin Kroder, Dr. Ronald Künneth von der IHK Nürnberg für Mittelfranken / Automation Valley Nordbayern und Rüdiger Busch vom Cluster Mechatronik & Automation wandte sich Dr. Clifford Sell, Geschäftsführer von E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH an die Gäste. Er stellte das Unternehmen E-T-A sowie dessen Geschäftsmodelle und Lösungen vor.

Die Entwicklungen und Möglichkeiten im Bereich Industrie 4.0, auch genannt „Internet der Dinge“, sind an vielen Stellen bereits weit fortgeschritten. Vor diesem Hintergrund zeigte Dr. Klaus Funk vom Zentrum für Digitalisierung Bayern die Möglichkeiten der Themenplattform „Digitale Produktion“ während Dr. Diego Steiger von der UNITY AG sich mit aktuellen Internet-der-Dinge-Plattformen beschäftigte. IHK-Vertreter Dr. Ronald Künneth ergänzt dies mit den Ergebnissen einer IHK-Studie zum Stand nordbayerischer Firmen zum Thema Industrie 4.0. Ralf Dietrich von E-T-A unterstrich daraufhin in seinem Vortrag die Chancen, die sich aus solchen Geschäftsmodellen für neuartige Dienstleistungen ergeben.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen und einem Produktionsrundgang bei E-T-A stellte Dr. Ulrich Lettau von der iba AG die technischen Voraussetzungen für den Zugang zu industriellen Internet-der-Dinge-Plattformen in den Mittelpunkt. Mario Heinrich Schenk von Siemens ergänzte anschließend den Themenbereich mit einer Live-Demonstration der offenen Industrie Cloud-Lösung „MindSphere“.

Michael Fritscher vom Zentrum für Telematik berichtetet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Optimierung von Anlagen, mit denen es Herstellern gelingt, zusätzlichen Nutzen für ihre Kunden zu schaffen.

Professor Dr. Angela Roth von der Friedrich-Alexander-Universität konzentrierte sich schließlich auf das Konzept der smarten Dienstleistungsfabrik, deren Ziel es ist, neue Wertschöpfung zu erzielen. Den Abschluss bildeten die Vorträge von Ralf Dietrich und Erich Fischer von E-T-A sowie von Dr. Dietrich Lettau von iba AG über intelligente Sensorik und die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Chancen.

Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von diesem Kooperationsforum im Hause E-T-A und konnten nach eigenen Aussagen ganz konkrete Anregungen für ihre tägliche Arbeit mit nach Hause nehmen. Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen die Industrie steht, ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung mittelfränkischer Unternehmen.

Kurzporträt: E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH

E‑T‑A Elektrotechnische Apparate GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Gruppenumsatz von 96 Mio. Euro. Heute beschäftigt E‑T‑A in über 60 Ländern rund 1.306 Mitarbeiter. Fünf Fertigungsstandorte, derzeit zehn eigene Vertriebsniederlassungen und eine Vielzahl von Repräsentanten sind eindrucksvoller Beleg für die Internationalität des Unternehmens. Fertigung, Vertrieb, Einkauf, Marketing, Entwicklung, Personalwesen und Finanzen sind konzentriert in Altdorf bei Nürnberg. E‑T‑A hält eine umfassende Produktpalette aus stromgebundenen Schutz- und Steuerungsprodukten bereit. Diese reichen vom thermischen Geräteschutzschalter bis hin zur komplexen Absicherungslösung, die elektrische oder elektronische Systeme bei Überlaststrom und Kurzschluss schützen. Kunden sind Firmen aus dem Anlagenbau, der Telekommunikation, der Chemie-, Kraftfahrzeug- und Medizintechnik, dem Marine- und Bootssektor, dem Bereich der erneuerbaren Energien sowie Hersteller elektrischer Haushalts-, Hobby- und Gartengeräte. Mehr erfahren Sie im Internet unter www.e-t-a.de.